ZENTRICH

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Zentrich

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GEMMOTHERAPIE
die Heilkur für das dritte Jahrhundert

Die Fytotherapie, die Heilkur mittels Pflanzen, gehört zu den ältesten Heilarten überhaupt – was aber nicht bedeutet, dass sie sich nicht weiterentwickelt. Wenn auch die modernen Fytotherapeuten, genau wie auch ihre Vorgänger, die einfachsten Arzneiformen z.B. Tee, Salben und Abführmittel benutzen – immer mehr setzen sich auch moderne Elemente durch. Und zu diesen gehört eben die Gemmotherapie, also die wissenschaftliche Nutzung spezieller
alkohol-glyzerinhaltigen Auszüge aus pflanzlichen Knospen.
Der erste, der die Fachöffentlichkeit auf die Tatsache aufmerksam gemacht hat, dass in den Pflanzen unter bestimmten Bedingungen hochwirksame Stoffe entstehen, die man unter den normalen Umständen nicht beobachten kann, war der ukrainische Wissenschaftler, der Professor an der Universität in Odessa, der Akademiker
Vladimir Petroviè Fi¾atov (1875 – 1956), der am Übergang der vierziger und fünfziger Jahre letzten Jahrhunderts die Methode der Vorbereitung sgn. biogenen Stimulatoren entwickelt hat. Fi¾atov hat festgestellt, wenn wir den frisch geschnittenen Teil einer Pflanze in ganz ungünstige Bedingungen unterbringen – also in die Dunkelheit und Kälte, mobilisiert das pflanzliche Gewebe alle innere Kräfte für die eigene Rettung und so entstehen chemische Reaktionen, an deren Ende in der Pflanze unikate Stoffe mit aussergewöhnlichen Heilkräften auftauchen.

Der belgische Arzt französischer Herkunft, Dr. Med. Paul Henry war über Filatovovs Arbeit begeistert, und hat sich vorgenommen Filatovs Werk fortzusetzen. Eines Tages, im Frühling 1952 hat ihm die Puztfrau einige Birkenäste mit Knospen und Birkenkätzchen geholt – und die geniale Idee war da – die „mittelalterliche Qualen“ der lebenden Pflanzen mit einfachen Verarbeitung der Knospen zu ersetzen. Bald hatte er so auf dem Tisch das erste Gemmotherapeutikum - und wurde nicht allzu überrascht, als er durch die Analyse festgestellt hat, dass die Knospenextrakte der Fi¾atovovs biogenen Stimulatoren sehr ähnlich waren. Dr. Henry experimentierte weiter und bald hat er festgestellt, dass die klassischen äthanolische Auszüge für die Praxis zu stark sind – und sukzessive entstanden die alkohol-glyzerinhaltigen Spezialitäten und letzlich ist er auf die homöopatische Potenz, also dezimale Verdünnung D1 übergegangen – wodurch er hervorragend die alopatische Wirkung der chemischen Stoffe und den informativen Einfluss homöopatického Potenzierung verbunden hat.

Seine neue Methode hat Dr. Henry „Blastotherapie“ genannt – aus dem Griechischen „blastos“ –der Keim, aber schon im Jahre 1954 spricht man über die Gemmotherapie, nach dem Lateinischen „gemma“ – die Knospe. Weil diese neue Methode die homöopatischen Ärzte verbreitet haben – hat diese Methode ausser in Frankreich nicht Fuss gefasst und auch heutzutage ist sie am meisten in den frankofonen Ländern, ausser Frankreich, in Belgien, Kanada und den Grenzgebieten der Schweiz, Italiens und Spaniens entwickelt. Und nun gehören zu den Ländern auch Tschechien und neulich auch die Slowakei.

Die Gemmotherapie haben nach Tschechien der mährische Pflanzensammler Rudolf Franec und sein Schüler Jozef A. Zentrich im Jahre 1968 „reingeschleppt“. Die damaligen Bedingungen haben aber nur eine pur amateurhafte Vorbereitung der Gemmotherapeutika ermöglicht und so ist es lange Jahre nur bei den mutlosen Versuchen geblieben. Nach der Samtrevolution im Jahre 1989 haben sich um die Popularisierung wieder Jozef A. Zentrich mit seinem Mitarbeiter Ing. Juraj Janèo versucht – die Autoren eines heutzutage berühmten neunbändigen Herbariums der Heilpflanzen (Verlag EMINENT, Prag, 1994 – 2001). Im Band 5 aus dem Jahre 1997 haben die Autoren über die Problematik reletiv gründlich informiert. Alles blieb aber auf einer amateurhaften Produktionsbasis. Im Jahre
1998 hatte die Pionierarbeit die frisch pensionierte mährische Lehrerin, Frau Mgr. Jarmila Podhorná, mit ihrer Firma NADÌJE (die Hoffnung) geleistet und hat schrittweise 35 Arten der gemmotherapeutischen Auszüge eingeführt

Frau Podhorná danken wir dafür, dass Tschechien als erstes nicht frankofones Land der Welt war, wo die Gemmotherapeutika nicht nur eingenommen, sondern auch massenhaft produziert wurden. Mgr. Podhorná
hat auf der „grünen Wiese“ mit der Produktion begonnen und nur schrittweise die nötigen Erfahrungen gesammelt. Von den möglichen Anzahl der Technologien hat sie auf die einfachste und billigste gesetzt, die sie bisher nicht geändert hat. Die Folge ist, dass die Firma in Fragen Qualität langsam den Atem verliert und heutzutage kann sie den Produkten der Rabštejner Apotheke qualitativ konkurieren, die mit der höheren Alkohol-glyzerin Konzentration sehr sorgfältig vorbereitet sind, was sich natürlich in höheren Gehalt der Wirkungsstoffe und damit auch höheren
Wirkung der Präparate widerspiegelt. Jedoch gehört Frau Mgr. Jarmila Podhorná unser Dank für ihre Pionierarbeit.

Die Anwendungsbreite der Gemmotherapeutika ist aussergegewöhnlich:
es gibt antiallergische Präparate – z.B. Wolliger Schneeball - Viburnum lantana,
Präparate, die die Heilung der Borreliose beeinflussen – die Pappel + Weinrebe,
weiter Präparate, die für die Anwendung in der Gynäkologie geeignet sind – die Brombeere, die Himbeere,
Antirheumatika – die Erle und die schwarze Johannisbeere,
onkologisch aktives Gemmotherapeutikum ist aus Heidekraut.
Die Franzosen bezeichnen die Birke, die Buche oder die Eiche als Entwässerungs- und Entgiftungsmittel.
Die Prostataerkrankungen der älteren Herren heilt Sequoia gigantea und so könnten wir noch lange fortsetzen.

Die Erfolge, die Gemmotherapeutika schon erreicht haben, können wir mutig prognostizieren, dass die Gemmotherapie eine Heilmethode des XXI. Jahrhunderts ist und bis jetzt noch nicht das letzte Wort gesprochen hat...


Pflanzensammler Jozef Anton Zentrich,
der Vositzende des Tschechisch-mährischen Verbandes der Heilkünste
mit dem Sitz in Olmütz
Otrokovice, 21. marca MMII